"Nur wer selbst brennt, kann andere entzünden"
Managementtrainer Johannes Warth ermutigt Jugendtrainer
Das allerorten stets händeringende Suchen nach engagierten Juniorentrainern zeugt von nicht allzu groß empfundener Attraktivität dieser für Gesellschaft und Sport so wichtigen Aufgabe. Da überzogenen Elternerwartungen und dürftigen finanziellen Entschädigungen durch die Vereine kaum abzuhelfen ist, kommt es umso mehr darauf an, bereits tätige Jugendtrainer zur Kontinuität zu motivieren.
Auf Einladung der TaF Glonntal hat dies unlängst der bei vielen Spitzenunternehmen bestens eingeführte Managementtrainer Johannes Warth übernommen. TaF-Vorsitzender Sigi Frost konnte hierzu im Dachauer Thoma-Haus nicht nur seine eigenen Trainer begrüßen, sondern gut 60 Jugendtrainer/innen aus vielen Vereinen der Dachauer Region. Besonders erfreulich war auch das gemeinsame Zusammenfinden von Vertretern verschiedenster Sportarten aus Fuß- und Handball bis hin zu Taekwondo und Wintersport.
Nicht nur Johannes Warth blieb den ganzen Abend
über "guad drauf"
Ein
rhetorisch beeindruckend auftretender Johannes Warth hatte natürlich keine neuen Forschungserkenntnisse zur menschlichen Motivation, verstand es aber mit „oberschwäbischem“ Wortwitz und vor allem mit einprägsamer Symbolik nachhaltige Botschaften zu senden. Einfach köstlich seine mit dem „hängenden Flügel“ (= Ziehharmonika) musikalisch präsentierte Empfehlung, anderen Menschen trotz mancher Widrigkeiten
immer mit positiver Stimmung gegenüber zu treten. Schnell war das Publikum entzündet und sang mit ihm im Refrain „I bleib guad drauf“.

Eines von vielen anschaulichen Beispielen: Gemeinsam ein Ziel erreichen
Gut drauf kann natürlich auch nur jemand sein, der sich ohne Überheblichkeit der Wichtigkeit seiner Mission bewusst ist. Folgerichtig somit auch seine Empfehlung, beim morgendlichen Blick in den Spiegel festzustellen „Ich bin das Beste was meinen Schützlingen heute passieren kann“.
Enorm wichtig war auch die mit erstaunlichen Beispielen unterfütterte Empfehlung, unbedingt auf der Wellenlänge des jungen Publikums zu senden und zu empfangen und diesbezüglich an seiner „Corporate Identity“ zu arbeiten. Eine der wichtigsten Aufgaben von Trainer(inne)n ist das fortlaufende Bestätigen oder Korrigieren der Jungsportler.
Johannes Warth demonstriert auf ungewöhnlichem Weg,
welche Macht dem Glauben an das gemeinsame Ziel innewohnt
Johannes Warth demonstrierte bildhaft, wie herunterziehend
beckmessernde Kritik wirken kann und wie beflügelnd demgegenüber
ein „Lass-es-uns-noch-besser-machen-Prozess“ ist.
Lang anhaltender Applaus war die dankbare Antwort des Auditoriums für
ein brillantes Feuerwerk zündender Impulse, ein guter Trainer/in zu
sein.
Sigi Frost dankte dem Referenten mit einem kleinen
Erinnerungsgeschenk und verabschiedete die Zuhörer mit zwei Wünschen:
„Steht auch weiterhin im gesellschaftlich so wichtigen Dienst für junge
Menschen und entzündet viele andere, es ebenfalls zu tun“.
Herzlicher Dank gilt der » Sparkasse Dachau, die durch ihre Unterstützung diesen Vortrag, der letztlich den Jugendlichen der Region zu gute kommt, erst ermöglicht hat.